Woche 7 & 8 • Welpen von Kathy el joyero und House Kazak Amoun

Die Zeit vergeht wie im Handumdrehen und die Zwergis werden nun schon bald neun Wochen alt. In dieser intensiven Zeit ist sehr viel bei den Kleinen abgegangen; aber auch unsere Zuchtstätte wurde von viel tollem Besuch heimgesucht. Das Zwergenvolk hat auch stetig an Gewicht zugelegt und alle haben einen guten Appetit. Aber wenn die kleinen Banditen können, nehmen sie Mamas Milchbar immer noch gerne in Beschlag. Mehr als ein Dessertchen wird es dabei wohl kaum für jeden einzelnen geben. Die kleine Bande hat sich gesamthaft prächtig entwickelt und es zeichnen sich immer mehr ihre persönlichen Facetten heraus.

Da ist unser männliches Modell Giro, den nichts aus der Fassung bringen kann und der stets wie ein Felsen in der Brandung steht. Für mich hat er viel vom sagenumwobenen Gandalf, der im Film „Herr der Ringe“ zu sehen war. Dann ist da auch noch unser kleiner schnellfüssige Ghash, der flink wie ein Wieselchen herumspurten kann. Und dann unsere Mädels, die haben es vielleicht faustdick hinter den Ohren. Gina ist unser Ausdauermodell, der Akku scheint bei ihr nie leer zu sein, dabei ist sie immer ganz fröhlich und zufrieden. Georgina ist ein kleiner Temperamentsbolzen und stets für jeden Schabernack zu haben. Grace ist permanent auf Erkundungstour und wenn ihr dabei etwas nicht passt, gibt sie das sofort klar und deutlich zu verstehen. Und da haben wir noch Guapa, die eigentlich sehr ausgeglichen ist, aber doch überall dabei ist, wo es was zu erkunden gibt. Insgesamt ist es ein sehr ausgeglichener Wurf, der sehr viel Freude macht. Man könnte der Bande stundenlang zuschauen, wie sie auf Erkundungstour gehen und ihre kleinen Rangeleien ausfechten.

Wir hatten auch schon den ersten Ausflug mit den Kleinen ins Grüne gestartet. Man war das ein Riesengaudi. Wir waren mit unserem speziellen Hundewagen ins Grüne marschiert, hatten die Kleinen ausgeladen und die haben dann herumgetobt, was das Zeug hält. Das Wetter war uns an diesem Tag bestens gesinnt und neben Spielen war auch „die Wiese erkundschaften“ angesagt. Mama Kathy hatte die kleinen Racker bestens im Griff und passte auch auf, dass ihre Mannschaft einigermassen beieinander blieb. Doch das ausgiebige Toben hatte auch seinen Preis und irgenwann wurden sie von der Müdigkeit eingeholt, bis einer nach dem anderen auf Tauchstation gegangen war. Nachdem die müde Zwergschnauzerbande wieder im Hundewagen verstaut war, konnte man auf dem Nachhauseweg kein Mucksen mehr von ihnen wahrnehmen. Auch als wir endlich zuhause angekommen waren, schienen noch alle im Land der Träume zu sein.

Dann in der achten Woche war der grosse Friseurtermin angesagt. Urs und Monika halfen tatkräftig mit, den noch ganz wuschelig wirkenden Zwergschnauzern eine neue Frisur zu verpassen. Während die einen ganz ruhig hingehalten hatten, gab es doch den einen oder anderen, die darauf hätten verzichten können. Ich selbst hatte bei der Arbeit geschwitzt wie ein Ackergaul und kam mir etwa so vor, wie wenn man mich durch die heisse Wüste gejagt hätte. Bis zu dem Zeitpunkt war für mich auch absolut klar, dass ich jeden einzelnen der Kleinen auch ohne ihr farbiges Halsbändelchen korrekt erkennen würde. Dachte ich bis dahin, aber nach dem Haarschnitt musste ich doch beim einen oder anderen mehrmals hinschauen, um sagen zu können, wer den nun wer war. Am Ende unserer Bemühungen waren wir ganz stolz auf das Resultat, denn aus den vielen kleinen grauen Entlein hatten sich am Schluss doch ganz schöne weisse Schwänchen entwickelt. Es war schon phänomenal, wie ein trendiger Haarschnitt jedem kleinen Individuum ein ganz neues Erscheinungsbild aufsetzte.

Geplant waren dann noch weitere Ausflüge, aber jedesmal hatte uns das schlechte Wetter da einen Strich durch die Rechnung gemacht. Aber wir werden sehen, was sich da in der kurzen Zeit, wo die Kleinen noch da sind, bewerkstelligen lässt. Ich mag jedenfalls noch gar nicht daran denken, wie es ist, wenn alle wieder ausziehen, denn man hat die Kleinen schon recht ins Herz geschlossen. Aber es bleibt mir ja Gott sei Dank noch eine Woche, wo ich Kathys Nachwuchs noch etwas geniessen kann.