Woche 1 & 2 • Welpen von La Toya und Pico Vanga von Marten

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Am 13. Mai 2017 hat unsere Latoya einen Rüden und drei Hündinnen zur Welt gebracht. Diesmal hat sie es extrem spannend gemacht. Nachdem der 63. Tag bereits verstrichen war, wurde ich immer ungeduldiger und rechnete jede Minute mit dem Nachwuchs von Latoya.

Doch damit hatte sie mir wohl einen rechten Strich durch die Rechnung gemacht. Nachdem ich drei bis viermal pro Tag die Temperaturkurve von Latoya verfolgt habe, wies gar nichts auf die bevorstehende Geburt hin. Zu keinem Zeitpunkt ist die Temperatur um ein Grad gesunken, das wäre ja eigentlich ein verlässliches Indiz gewesen, dass nach so einem Abfall innerhalb von 6 bis 24 Stunden die Geburt langsam beginnen würde. Latoya war aber die Ruhe selbst! Keine Herumnesterei, wie ich es sonst von meinen Riesenschnauzern gewohnt war, die mir nebenbei immer schon vor der Geburt die ersten Leintücher in Fetzen geschlagen haben. Auch das Hecheln, das immer ein Anzeichen ist, war bei Latoya kaum wahrnehmbar.

Und genauso wie man keine Anzeichen gesehen hat, so klammheimlich hat sie dann auch mitten in der Nacht am 66. Tag den ersten Welpen zur Welt gebracht. Um 4:00 Uhr kam so die erste Hündin zur Welt, dann um 4:30 Uhr folgte die zweite Hündin. Dann machte sie eine Pause bis um 5:50 Uhr die nächste Hündin das Licht der Welt erblickte. Und am Schluss um 8:00 Uhr morgens gesellte sich noch ein kleiner Brummer „ein Rüde“ dazu.

Ich konnte dann auch keine Bewegungen mehr bei Latoya spüren, so dass die Geburt mit der Ankunft des letzten Welpen endgültig beendet war. Jeder einzelne der neugeborenen Welpen hat sich sogleich zielstrebig an Mamas Milchbar festgesaugt und bekam so die lebenswichtige Kolostralmilch. Latoya hat ihre Pflichten als fürsorgliche Mama instinktsicher übernommen und hat einen Welpen nach dem anderen ausgiebig geputzt.

Dann hat sie sich einfach wieder seelenruhig hingelegt, während sich die Puppys genüsslich mit Milch versorgt haben. Es ist immer wieder ein Bild für Götter, wie jeder Welpe seinen ersten Trinkversuch mit einem zaghaften Milchtritt an der Zitze bewältigt. Latoya hat diese Geburt in aller Ruhe und sehr souverän gemeistert und alle Welpen zeigen auch schöne Geburtsgewichte zwischen 220 bis 240 Gramm auf.

Auch die Näbelchen sind gut abgeheilt und die Kleinen nehmen ständig an Gewicht zu. Am 10. Tag haben sie bereits schon das Geburtsgewicht mehr als verdoppelt und sie gedeihen richtig prächtig. Nun robben sie auch schon auf ihren Hinterbeinen herum, um dann so im Eiltempo wieder die begehrteste Zitze erhaschen zu können. So randvoll mit Milch gefüllt, fallen sie dann von einer Sekunde zur anderen von der Zitze ab, fast so wie überreife Trauben vom Stock herunterfallen. Und dann dösen sie wieder ganz friedlich vor oder unter ihrer heissgeliebten Zitze, bis wieder von einer neuen Hungerattacke getrieben werden. Ein lustiges Bild gibt es immer, wenn die Welpen so vollgefressen daliegen. Man hat dann echt das Gefühl, dass sie wie kleine dicke Flundern aussehen.

Umso mehr hat mich dafür Latoya in Sachen „Essensangelegenheiten“ wieder mal am Köcher gehabt. Ich habe sie bedient wie eine Königin, die nur das Beste kriegt, während ich mir da schon eher wie eine einfache Bauernmagd vorgekommen bin. So um den 10. Tag fand nämlich unsere Latoya, dass ihr dieser königliche Festschmaus nicht mehr zusagen würde und verweigerte mir jegliches Essen. In meiner Bediensteten-Rolle wurde sie von mir natürlich sofort mit feinstem Essen bekocht. Gedünstetes frisches Hackfleisch mit Teigwaren und frischem Gemüse.

Diese Abwechslung fand sie dann natürlich wirklich lecker und so schlemmte sie wie bei einem Besuch in einem Gourmetrestaurant genüsslich vor sich hin. Ich bin mir jedenfalls so vorgekommen, wie wenn meine Latoya das Filet bekommen hat, während ich mich mit einem trockenen Knochen begnügen musste. Gott sei Dank hat sich der Spuk nach einem Tag wieder gelegt und sie frisst nun wieder ganz normal, wie wenn es nie was anderes gegeben hätte.

Unter diesen Voraussetzungen gedeihen Latoya und ihre Welpen mehr als prächtig und entfalten sich so mehr und mehr zu kleinen Wonneproppen.

Wir werden weiterhin berichten, wie sich die Kleinen unter Latoyas Obhut weiter entwickeln werden.

Hier 2 kleine Videos aus dieser Zeit vom L-Wurf.

Gemeinsames Kuscheln Die Bar ist angezapft